Ausprobiert: Foodbox online bestellen und loskochen.

Artikel vom 9. Oktober 2017

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Der bequeme Weg zum Selberkochen

Das Konsumverhalten verändert sich immer schneller und es werden laufend neue Angebote im Lebensmittel-Geschäft lanciert. Neben LeShop und coop@home, die bereits 1997 im Online-Lebensmittelhandel gestartet sind, ist im Markt ein neues Konzept aufgekommen: Die Foodbox.

Mit der Foodbox erhält der Konsument wöchentlich eine Box mit drei Kochrezepten sowie allen benötigten Lebensmittel bequem und automatisch als Abo nach Hause geliefert.

Dies bietet folgende Vorteile:

  • Inspiration für neue Menüs und verständliche Rezepte - auch für Kochmuffel
  • Passende Portionierung (wählbar zwischen 2 oder 4 Personen)
  • Kein Einkaufsstress: Die frischen Zutaten werden bequem nach Hause geliefert.

Der grösste Anbieter von Foodboxen ist die Berliner Firma HelloFresh. Seit August 2017 bietet Lidl Schweiz ebenfalls ein vergleichbares Angebot an. Auch Migros und Coop befassen sich mit dem Thema und haben bereits erste Tests gestartet.

Bei Snapdesign beschäftigen wir uns tagtäglich damit, wie neue Kundenerlebnisse entwickelt werden können. Deshalb haben wir die Menübox (Foodbox von Lidl) gerade selbst getestet.

Online bestellt, selber gekocht

Die Customer Journey, also die Reise von der Bestellung bis zum fertigen Menü bewerten wir als positiv. Auf der Webseite kann zwischen der Original Box und der Vegi Box gewählt werden. Anschliessend muss nur noch die Anzahl Personen und der Liefertag gewählt werden. Bezahlt wird per Kreditkarte.

Einige Tage vor dem Versand erhalten wir eine E-Mail, dass unsere Box unterwegs ist - wenige Tage danach ist es dann auch soweit. Die Menübox steht vor der Tür. In der Box sind neben den eingepackten Lebensmittel auch die drei Rezepte zu finden. Dem Kochen steht somit nicht's mehr im Wege.

30 Minuten später ist das Menü bereit zum Geniessen.
Genau richtig portioniert für 2 Personen und richtig lecker!

Nach dem Essen stellt sich nur noch die Frage nach der Entsorgung der Box: Während bei LeShop die Taschen bequem in der Folgewoche zurückgegeben werden kann, muss bei der Menübox die Entsorgung resp. das Recyling selber durchgeführt werden. Obwohl die Verpackungen grösstenteils aus Karton und Papier bestehen, sehen wir hier das grösste Verbesserungspotential. 

Fazit

Die Foodbox zeigt, wie auf wandelnde Kundenbedürfnisse reagiert werden kann: Mit Einfachheit und einer (fast) perfekten Customer Journey. 

Die Zielgruppe möchte zwar selber kochen, sich aber nicht um Kochrezepte und den Einkauf kümmern. Mit einem Preis von 9 Franken pro Gericht und Person kriegt man ein einfaches und leckeres Kocherlebnis. 

Das Kundenerlebnis ist aus unserer Sicht gelungen. Gesteigert werden könnte es neben der Verpackungsrückgabe allerdings mit einer stärkeren Verbindung an den Online-Kanal (z.B. Rezepte mit Videos auf dem Tablet abrufen oder online bewerten)

Wir sind gespannt, ob und wann die grossen Player wie Migros und Coop ihre Foodboxen präsentieren und wie sich die bestehenden Angebote durchsetzen. 


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Miro Hegnauer
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